Archiv für den Monat: Oktober 2023

Fuchsenessen

In diesem Semester fand erneut das traditionelle Fuchsenessen bei unserem geschätzten Alten Herrn und seiner Frau statt. Nach Überreichung der Gastgeschenke wurden wir mit delikaten Canapés begrüßt, begleitet von einem erlesenen Wildberry Gin als Aperitif.

Nicht viel Zeit verging, bis die ersten Etikette-Fragen aufkamen: Wen begrüße ich zuerst? Nehme ich den Aperitif mit zu Tisch? Welche Themen sind am Tisch tabu? Allerdings gerieten diese Fragen nicht außer Kontrolle. Das eigentliche Ziel des Fuchsenessens besteht natürlich darin, moderne Regeln des guten Benehmens in einer angemessenen Umgebung zu diskutieren und zu erlernen.

Nachdem sich die Stimmung nach dem Aperitif gelockert hatte, nahmen wir an einem festlich gedeckten Tisch Platz. Vom exquisiten Sushi über Hummer mit Risotto, Trüffelspaghetti mit Garnelen bis hin zu Wildschwein mit Kartoffeln und Wirsing bot uns das kulinarische Erlebnis eine Fülle von Gaumenfreuden. Durch geschickt platzierte Herausforderungen eröffnete sich immer wieder die Gelegenheit, von den reichen Erfahrungen des Alten Herrn zu profitieren und die Etikette an Tisch zu erlenen.

Kein Bundesbruder musste bei dieser Veranstaltung Durst leiden. Das Altherrenpaar servierte zu jedem Gang einen passenden Wein und teilte reichhaltiges Wissen zur Weinherstellung, Verkostung und Kategorisierung mit den Teilnehmern.

Der vorzügliche Rotwein aus dem Barrique wurde eindrucksvoll dekantiert, wodurch die Gerbstoffe mit Luft in Kontakt kamen und die Tannine ihren vollen Geschmack entfalteten. Zu diesem Wein reichte man eine festliche Käseplatte. Auch der Weißwein wurde nicht vernachlässigt und für jeden Geschmack sowie jeden Käse wurde der passende Wein gereicht, ob lieblich oder trocken. Die Einführung in die Welt der Weine erwies sich als äußerst erfolgreich.

Nach Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung wurde der Abend noch in heiterer Stimmung ausgeklungen. Mit gesättigtem Magen und fröhlicher Stimmung begaben wir uns anschließend mit der letzten S-Bahn nach München. Es war ein Erlebnis von bleibendem Wert, ein Argument Stauffe zu werden!

Kubanischer Cocktailabend

Am 21.10.2023 fand unser immer wiederkehrender kubanischer Cocktailabend statt. Auf unserem schönen Stauffenhaus herrschte ausgelassene Stimmung und Gäste jeden Alters waren zahlreich vertreten. Es war eine bunte Mischung von Bundesbrüdern, Alten Herren, korporierten und nicht korporierten Gästen, die diesen Abend bereicherten. Unsere Cocktails waren wie immer ein großer Erfolg und erfreuten sich großer Beliebtheit. Sie führten nicht nur zu vorzüglichen Geschmackserlebnissen, sondern auch zu einigen humorvollen und vielleicht etwas verschwommenen Erinnerungen.

Diese super Atmosphäre verdanken wir zum großen Teil unserer engagierten Aktivitas. Ohne die schöne Dekoration mit tropischen Pflanzen, Früchten und der Wahl der richtigen Musik wäre die Stimmung nicht so hervorragend gewesen. Nicht zuletzt möchten wir uns herzlich bei unseren geschätzten Gästen bedanken, die so zahlreich erschienen sind und diesen Abend erst zu einem so schönen Ereignis gemacht haben. Abschließend lässt sich sagen, es war ein sehr gelungenes Event und wir hoffen, dass der nächste Cocktailabend ebenso beeindruckend sein wird.

Semesterantrittskneipe

Am Samstag, dem 14. Oktober dieses Jahres, fand nach einem sehr interessanten Burschenschaftlichen Abend unsere Semesterantrittskneipe des Wintersemesters 2023/2024 auf unserem schönen Stauffenhaus statt. Durch die große Anwesenheit von Mitgliedern unserer geliebten Burschenschaft Stauffia und einer beträchtlichen Anzahl von Gästen, konnte der Kneipsaal seine festliche Wirkung gut entfalten und die traditionellen Lieder klangen besonders würdevoll.

Obwohl wir eine denkwürdige Rede unseres Sprechers und einen humorvollen Fuschennulk erleben durften, war der eigentliche Höhepunkt des Abends die Übergabe des Fuchsenbandes an drei junge Studenten, die sich entschlossen, Mitglieder zu werden. Unmittelbar danach folgten drei Burschungen, bei denen die ehemaligen Füchse der Münchener Burschenschaft Stauffia ihr Burschenband erhielten, während das „Burschenschafterlied“ erklang.

Entsprechend erfreut starten wir mit einem starken Mitgliederstand in das neue Semester und wünschen allen Studenten einen erfolgreichen Semesterbeginn und viel Erfolg bei den kommenden akademischen Herausforderungen.

1. Burschenschaftlicher Abend WS23/24

Am 14. Oktober 2023 fand der 1. Burschenschaftliche Abend auf dem Stauffenhaus statt, der mit einem beeindruckenden Vortrag von Dr. Clemens Marschner zum Thema „Die Dekadenz der Ästhetik und des guten Geschmacks in Stadtplanung und Architektur“ aufwartete. Die Veranstaltung, die von zahlreichen Bundesbrüdern besucht wurde, öffnete die Tür zu faszinierenden Einblicken in die Welt der Architektur und Ästhetik.

Traditionelle vs. Moderne Architektur

Eine der Schlüsselerkenntnisse seines Vortrags war die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen traditionelle Architektur bevorzugt. Dabei geht es um harmonische Proportionen, klare Linien und zeitlose Designs. Moderne Architektur, so stellte Dr. Marschner fest, wird hingegen oft von Architekten geschätzt, aber von der breiten Öffentlichkeit häufig als „hässlich“ empfunden.

Wiederherstellung der Schönheit

Eine ermutigende Botschaft von Dr. Marschner war, dass es durchaus möglich ist, wieder schöne Gebäude zu errichten. Dies muss nicht unbedingt teurer sein und kann außerdem nachhaltig konstruiert werden. Er präsentierte Beispiele aus der ganzen Welt, in denen die Rückkehr zur traditionellen Architektur positive Auswirkungen auf das Stadtbild und das Wohlgefühl der Bewohner hatte.

Schönheit als Weg zu einer besseren Zukunft

Der Vortrag von Dr. Clemens Marschner zeigte, dass Schönheit und Ästhetik in der Architektur keine subjektiven Meinungen sind, sondern auf objektiven Kriterien basieren. Er erklärte, warum die Mehrheit der Menschen traditionelle Architektur bevorzugt und wie die moderne Architektur oft die Erwartungen der Bevölkerung verfehlt. Gleichzeitig machte er Mut, dass es möglich ist, durch eine Wiederbelebung traditioneller Gestaltungsprinzipien wieder schönere und nachhaltigere Städte zu schaffen.

Die Veranstaltung inspirierte die Teilnehmer dazu, die Bedeutung von Ästhetik in der Architektur zu erkennen und sich für qualitativ hochwertige, ästhetisch ansprechende Gebäude einzusetzen. Die Diskussion darüber, wie wir unsere Städte schöner gestalten können, wird zweifellos weitergehen und hoffentlich zu positiven Veränderungen in unserer gebauten Umwelt führen. Dr. Clemens Marschner hat uns mit seiner Herangehensweise an die Architekturästhetik die Augen geöffnet und uns dazu ermutigt, die Schönheit in unseren Städten wiederzuentdecken