{"id":401,"date":"2014-01-08T20:28:40","date_gmt":"2014-01-08T19:28:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mb-stauffia.de\/?p=401"},"modified":"2014-01-08T20:28:40","modified_gmt":"2014-01-08T19:28:40","slug":"sprecherrede-weihnachtskneipe-ws1314","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/?p=401","title":{"rendered":"Sprecherrede Weihnachtskneipe WS13\/14"},"content":{"rendered":"<p>Hochverehrte Damen, hochverehrte G\u00e4ste, liebe Bundesbr\u00fcder,<\/p>\n<p>nun neigt sich das Jahr dem Ende entgegen und das sch\u00f6ne Fest des Geldes \u2026 \u00e4hm\u2026 ich meine nat\u00fcrlich das Fest der Liebe steht vor der T\u00fcr. Ich bitte meinen Faux-Pas zu entschuldigen, aber die Worte Liebe und Geld scheinen dieser Tage ja auch wirklich synonym verwendet zu werden.<!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_355\" style=\"width: 266px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.mb-stauffia.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Sprecherstuhl.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-355\" class=\" wp-image-355  \" alt=\"Sprecherstuhl\" src=\"http:\/\/blog.mb-stauffia.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Sprecherstuhl.gif\" width=\"256\" height=\"240\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-355\" class=\"wp-caption-text\">Sprecherstuhl<\/p><\/div>\n<p>So hat der Papa seinen Sohn ganz besonders lieb, wenn er ihm eine neue Playstation 4 oder eine Xbox One kauft, gerne auch schon, wenn der Sohnemann erst 6 Jahre alt ist. Dann geht der Kleine auch erstmal bis zum April nicht mehr aus dem Haus und man spart sich gleich das Geld f\u00fcr die Winterklamotten. Irgendwie muss dieses technische Meisterwerk ja finanziert werden.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich kommt es auch vor, dass der Vater seinen Spr\u00f6ssling noch ein bisschen mehr lieb hat und dann gibt es direkt noch einen neuen 4k Ultra-HD 3D Beamer inklusive Leinwand. Hauptsache viele Abk\u00fcrzungen, die man nicht mehr versteht, dann wei\u00df der Kleine auch, was einem an ihm liegt.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich nat\u00fcrlich die Damenwelt nicht au\u00dfen vor lassen, denn ausnahmsweise im Jahr d\u00fcrfen diese ja auch an unseren Kneipen teilnehmen. Die Mama schenkt dann wahlweise Ketten, Ringe oder Anh\u00e4nger: Swarovsky, Pandora oder auch Thomas Sabo stehen hier zur Wahl. Mit solchen Geschenken, ist das Fest der Liebe auf alle F\u00e4lle gesichert.<\/p>\n<p>Doch was schenken sich die Eltern untereinander? F\u00fcr die Frau darf es gerne eine neue Sp\u00fclmaschine sein und der Mann bekommt einen neuen Akkuschrauber, damit er endlich mal den Kleiderschrank im Schlafzimmer aufbaut.<\/p>\n<p>Auch zeigt es sich, dass sich die Deutschen immer mehr lieb haben, denn j\u00e4hrlich gibt es neue Umsatzrekorde zur Weihnachtszeit. Wirtschaftskrise hin oder her, f\u00fcr die Liebe ist immer genug Geld da. Auffallend ist auch, dass es j\u00e4hrlich neue Absatzrekorde auf der Wiesn gibt und das obwohl es in Deutschland immer weniger Menschen gibt. Die Frage ist, ob diese beiden Tatsachen irgendwie zusammen h\u00e4ngen? Ich kann es mir nur so erkl\u00e4ren: Die M\u00e4nner geben ein Monatsgehalt f\u00fcr Bier auf der Wiesn aus, um zu ertragen, dass sie ebenso ein Monatsgehalt f\u00fcr Weihnachtsgeschenke ausgeben m\u00fcssen. Ach ja, das Fest der Liebe, es w\u00e4rmt mir schon jetzt mein Herz.<\/p>\n<p>Aber ich m\u00f6chte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden, ich m\u00f6chte keine Kritik an dieser Praxis \u00fcben. Denn das ist schon das, was uns die Bibel lehrt. Schon die Heiligen Drei K\u00f6nige \u2013 Casper, Melchior und Balthasar \u2013 wussten, wenn wir einem Kind, das wir \u00fcberhaupt nicht kennen, etwas schenken, dann k\u00f6nnen es nur die drei teuersten Gegenst\u00e4nde unserer Zeit sein \u2013 Gold, Weihrauch und Myrrhe. Wobei anzumerken ist, dass Weihrauch eine psychoaktive Droge ist.<\/p>\n<p>Daher bin ich sehr froh, dass heutzutage mehrheitlich in elektronische Geschenke investiert wird. Was w\u00fcrden wir sagen, wenn die Eltern ihren Kindern Kanabis, Kokain oder LSD zu Weihnachten schenken? W\u00e4ren wir noch Kinder, w\u00fcrden uns diese Geschenke wohl noch mehr begeistern.<\/p>\n<p>Aber genug von den allgemeinen Vorg\u00e4ngen der heutigen Tage. Der 23.12. liegt ja noch vor uns. Ein Tag an dem man sich gef\u00fchlt nur in Zeitlupe durch die Gesch\u00e4fte und die Innenstadt bewegen kann. Ein Tag an dem die ganze Stadt vor Liebe \u00fcberkocht. Ein Tag, den ich normalerweise auch zum Einkaufen von Geschenken nutze.<\/p>\n<p>Was kann man noch zu Weihnachten sagen!? Etwas das noch viel positiver ist, als der Konsumwahn und der Zwang teure Geschenke zu kaufen \u2013 was uns die Heiligen Drei K\u00f6nige vorlebten?<\/p>\n<p>Weihnachten blieb Gro\u00dfteils von dem immer mehr um sich schlagenden sogenannten Genderwahn verschont. So erz\u00e4hlt man immer noch die Geschichten vom Weihnachtsmann und nicht der Weihnachtsfrau und er wurde auch nicht zwangsverheiratet. Noch niemand hat die Weihnachtslieder irgendwelchen Sprachoperationen unterzogen \u2013 wie auch immer diese aussehen w\u00fcrden. Man wei\u00df ja nicht auf was f\u00fcr Ideen diese Leute immer wieder kommen. Bevor ich mich jedoch aufrege, breche ich meine Ausf\u00fchrungen zu diesem Thema hier ab, denn es ist ja doch eine besinnliche Zeit.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte auch hier nicht missverstanden werden. Ich bin vollkommen f\u00fcr Gleichberechtigung in allen Bereichen. Aber bitte richtig und nicht durch eine Misshandlung unserer sch\u00f6nen Sprache.<\/p>\n<p>Einen ganz besonderen eigenen Abschnitt m\u00f6chte ich nun noch den Damen widmen:<\/p>\n<p>Monat f\u00fcr Monat und Jahr f\u00fcr Jahr<br \/>\nist es ohne eure M\u00e4nner undenkbar.<br \/>\nSamstags lasst ihr sie ziehen<br \/>\nund es kommt euch h\u00e4ufig vor, als w\u00fcrden sie vor euch fliehen<\/p>\n<p>Ich versichere euch, das tun sie nicht!<br \/>\nund das erz\u00e4hle ich nicht nur f\u00fcr dieses Gedicht.<br \/>\nF\u00fcr eure G\u00fcte k\u00f6nnen wir euch nicht genug danken,<br \/>\nauch wenn eure M\u00e4nner sicher oft v\u00f6llig fertig ins Bett sanken!<\/p>\n<p>Ihr seid geduldig und g\u00fctig,<br \/>\nund wir manchmal \u00fcberm\u00fctig,<br \/>\nDaher an dieser Stelle mein Dank von Herzen,<br \/>\nnein, ich beliebe nicht zu Scherzen.<\/p>\n<p>Wir werden gemeinsam Gambrinus ehren<br \/>\nund dabei unsere Humpen lehren<br \/>\nAuch Dionysos geht nicht leer aus<br \/>\nwir freuen uns heute gemeinsam auf Santa Claus.<\/p>\n<p>Nun m\u00f6chte ich auch mit dem Reimen aufh\u00f6ren,<br \/>\nund die sch\u00f6nen Gespr\u00e4che nicht weiter st\u00f6ren,<br \/>\nich w\u00fcnsche allen eine besinnliche Weihnacht<br \/>\ndenn das ist heute angebracht.<\/p>\n<p>Bei diesen Worten m\u00f6chte ich es belassen<br \/>\nund erhebe mein Glas, ich wei\u00df, ihr k\u00f6nnt es nicht fassen.<br \/>\nNun lasst uns gemeinsam einen Schluck trinken,<br \/>\nda sehe ich auch schon die Augen blinken.<\/p>\n<p>Ich hoffe niemand ist erbost,<br \/>\naber ich schlie\u00dfe meine Rede nun mit einem Prost!<\/p>\n<p><em>\u00a9 Jan Scherer, Sprecher der Aktivitas<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hochverehrte Damen, hochverehrte G\u00e4ste, liebe Bundesbr\u00fcder, nun neigt sich das Jahr dem Ende entgegen und das sch\u00f6ne Fest des Geldes \u2026 \u00e4hm\u2026 ich meine nat\u00fcrlich das Fest der Liebe steht vor der T\u00fcr. Ich bitte meinen Faux-Pas zu entschuldigen, aber die Worte Liebe und Geld scheinen dieser Tage ja auch wirklich synonym verwendet zu werden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,97],"tags":[],"class_list":["post-401","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kneipe","category-sprecherrede"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/401","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=401"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/401\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":402,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/401\/revisions\/402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=401"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=401"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=401"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}