{"id":34,"date":"2012-05-26T00:00:13","date_gmt":"2012-05-25T22:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mb-stauffia.de\/?p=34"},"modified":"2012-11-02T20:23:17","modified_gmt":"2012-11-02T19:23:17","slug":"damenrede-zum-119-stiftungsfest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/?p=34","title":{"rendered":"Damenrede zum 119. Stiftungsfest"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Liebe Bundesbr\u00fcder, werte G\u00e4ste, hochverehrte Damen,<br \/>\nnoch vor einigen Wochen stand die Frage im Raum: Wer h\u00e4lt am Stiftungsfest die Damenrede? Nun, sehr einfach. Ein junger Fuchs zwischen 20 und 30, dem sch\u00f6nen Geschlecht und galanten Abenteuern nicht abgeneigt dabei noch sch\u00f6n wie Apoll, eloquent und unverdorben sollte er sein.<!--more-->Nun ja, kurzum, da sich in unserer Fuchsia zurzeit niemand befindet, der diesen hohen Anspr\u00fcchen gen\u00fcge tut, fiel diese Aufgabe dem j\u00fcngsten Mitglied der Fuchsia zu und somit d\u00fcrfen Sie, meine lieben Damen, heute meine Wenigkeit in Augenschein nehmen. Dies tut mir leid, aber so ist das jetzt nun einmal.<br \/>\nDabei versuchte ich sogar mich noch aus der Pflicht zu entziehen unter dem fadenscheinigen Vorwand, man spr\u00e4che in gehobenen Kreisen nicht \u00fcber Geld, Politik und Frauen. Diesen Irrtum habe ich mittlerweile eingesehen, weil man in gehobener Gesellschaft wie der heutigen, fast nur \u00fcber Geld, Politik und Frauen spricht. Da wir die ersten beiden Punkte heute Abend zum Gl\u00fcck als nebens\u00e4chlich betrachten d\u00fcrfen, m\u00f6chte ich den letzten nun sch\u00e4rfer ins Auge fassen.<br \/>\nWas macht die Frau an sich aus? Worauf beruht unsere gesellschaftliche Abh\u00e4ngigkeit dieser grazilen Wesen? Konnten wir uns nie der w\u00e4rmenden Oberweite unserer M\u00fctter entziehen oder weshalb sehnen wir uns nach weiblicher N\u00e4he? Dabei sind wir in unserer m\u00e4nnlichen Welt doch so frei. Vergegenw\u00e4rtigen wir uns doch einmal einen Herrenabend. Dieses launige Beisammen-seien im Kreise des eigenen vertrauten Geschlechts. Da wird nicht sinnlos durcheinander geschwatzt, sondern durch erz\u00e4hlen der stets bew\u00e4hrten und erlebten Geschichten ein kraftvolles Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl erzeugt und nach der gemeinsamen z\u00fcgellosen Einnahme von Speisen und Getr\u00e4nken l\u00f6st sich der oberste Knopf von Hemd und Hose wie von selbst. Und dann ist Freiheit kein leeres Wort mehr.<br \/>\nImmerhin haben Frauen vor unz\u00e4hligen Jahren bereits versucht den vitalen Schwung unserer \u00a0Namensvetter zu hemmen. Schon seit 1000 Jahren hatte die Hausfrau etwas dagegen wenn es galt in unschuldsvoller Lebenslust die Burg des Nachbarn in Brand zu setzten, B\u00e4ren zu jagen obwohl der K\u00fchlschrank noch bis zum Rand voll war, oder nun, wenn es gilt auf der Autobahn bei 180 Sachen noch das Letzte aus der Fahrbaren-Komfortzone raus zu kitzeln.<br \/>\nNun ich f\u00fcrchte, schon im Jahre 1893 wussten unsere ersten Bundesbr\u00fcder, dass gerade im Verbot, in der moralischen Behinderung durch weibliche Vernunft die st\u00e4rksten Reizmomente f\u00fcr uns M\u00e4nner liegen.<br \/>\nDoch mal im Ernst. Bei genauer Pr\u00fcfung sollte uns allen klar werden, dass erst die Frau jene angenehme kultivierte Atmosph\u00e4re schafft, wie wir sie hier heute vorfinden. Unsere Damen sind ma\u00dfvoll und bescheiden, wahren im Genuss die Grenzen kulinarischer Schicklichkeit und bleiben in der Kleidung stets korrekt. Sie sind es, die unseren sonst so maskulinen und traditionsreichen Kneipsaal heute so farbenfroh aufbl\u00fchen lassen. Um Ihnen, meine Damen, daf\u00fcr meinen Dank zu erweisen, m\u00f6chte ich ein eigens daf\u00fcr geschaffenes Gedicht zum Besten geben:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Durch holden Dufte leicht bet\u00f6rt,<br \/>\nSchweift ab des Mannes (Gedanken)kraft,<br \/>\nDorthin wo sie auch stets geh\u00f6rt,<br \/>\nAn der Frauen Leidenschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wo Mann auch ist, umtreibt sofort,<br \/>\nIhr s\u00fc\u00df Gem\u00fct, ihr zarter Glanz,<br \/>\nUnd noch so finster sei der Ort,<br \/>\nIst fasziniert er voll und ganz.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">So rosenrot sind ihre Lippen,<br \/>\nIhr lockig Haar es weht im Winde,<br \/>\nEs ist als w\u00fcrde jemand schnippen,<br \/>\nDer Mann wird wieder Mutters Kinde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schon damals wurd\u00b4 der Jung zum Narr,<br \/>\nverliebt ins Gesch\u00f6pf das ein gebar,<br \/>\nDie zarte Haut so sch\u00f6n und rein,<br \/>\nMann wollte ewig bei ihr sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch Zeit verging,<br \/>\nMan entschwand dem Nest,<br \/>\nDoch die Sehnsucht hing,<br \/>\nStets in ihm fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Weiblichkeit ist\u00b4s ganz allein,<br \/>\nOb Blumen, Meer, ob Sonnenschein,<br \/>\nDie ihm stets weiter sehr gef\u00e4llt,<br \/>\nSie ist das sch\u00f6nste auf der Welt<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Weder um Autos, Geld, noch um Ruhm,<br \/>\nDies m\u00f6chte ich euch lehren,<br \/>\nDreht sich so h\u00e4ufig unser Gedankentum,<br \/>\nWie eure Sch\u00f6nheit zu verehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Genug der Liebreiz\u00b4 Worte nun,<br \/>\nGereimt hab ich\u00b4s mir von der Seel\u00b4,<br \/>\nnur eins noch gibt es nun zu tun<br \/>\nAn die M\u00e4nner folgt nun ein Befehl!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Herrschaften erhebet euch vom Platz,<br \/>\ngebt der Liebsten einen Schmatz,<br \/>\nDie Gl\u00e4ser hoch, dazu der Ruf:<br \/>\nSch\u00f6n, dass Gott die Frauen schuf!<\/p>\n<address>\u00a9 Dennis Rosemann\u00a0<\/address>\n<p>Ihr s\u00fc\u00df Gem\u00fct, ihr zarter Glanz,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Bundesbr\u00fcder, werte G\u00e4ste, hochverehrte Damen, noch vor einigen Wochen stand die Frage im Raum: Wer h\u00e4lt am Stiftungsfest die Damenrede? 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