{"id":325,"date":"2013-07-24T09:04:44","date_gmt":"2013-07-24T07:04:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mb-stauffia.de\/?p=325"},"modified":"2013-10-24T14:30:37","modified_gmt":"2013-10-24T12:30:37","slug":"semesterabschlusskneipe-als-kreuzkneipe-mit-e-s-v-mb-sudetia-sprecherrede-mb-stauffia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/?p=325","title":{"rendered":"Semesterabschlusskneipe als Kreuzkneipe mit e.s.v. MB! Sudetia &#8211; Sprecherrede MB! Stauffia"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrte G\u00e4ste, sehr geehrte Verbandsbr\u00fcder der M\u00fcnchener Burschenschaft Sudetia, liebe Alte Herren, liebe Bundesbr\u00fcder, ein weiteres Semester neigt sich dem Ende entgegen.<!--more--> Einige m\u00fcssen noch Klausuren schreiben oder sogar Seminare besuchen. Doch das Couleursemester endet heute. Daher m\u00f6chte ich die vergangenen Monate noch einmal kurz Revue passieren lassen.<\/p>\n<p>Der absolute H\u00f6hepunkt war selbstredend unser 120. Stiftungsfest mit einem sch\u00f6nen Kommers und einem gro\u00dfartigen Ball. Auch wenn die ein oder andere Entscheidung die an diesem Wochenende gef\u00e4llt wurde, nicht jeden Bundesbruder gl\u00fccklich stimmen konnte.<br \/>\nDie Aktivitas jedoch hat ihr m\u00f6glichstes getan, dieses Stiftungsfest zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen und ich bin davon \u00fcberzeugt: es ist uns gelungen! Daher auch nochmal an dieser Stelle der Dank an alle Bundesbr\u00fcder f\u00fcr die tolle Unterst\u00fctzung.<br \/>\nNeben unseren Veranstaltungen erinnere ich mich aber besonders &#8211; auch wenn man es kaum Glauben mag &#8211; an die Couleurbesuche, v.a. bei und mit den Sudeten. Und dies sage ich jetzt nicht nur, wegen der gemeinsamen Kneipe. Sei es, dass man sich spontan entscheidet die Burschen bei der Fuchsenflucht zu unterst\u00fctzen, sich auch in schlagartigen Aktionen sch\u00fctzend vor einen stellt, oder dass man gemeinsam erkennt, dass WIR das Volk sind und die Mauer weg muss! An solche Besuche erinnert man sich doch gerne zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich denke im Zuge dessen bietet die heutige Kreuzkneipe den w\u00fcrdigen Abschluss f\u00fcr das vergangene Semester.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich auch nicht unerw\u00e4hnt lassen, dass ich sehr gl\u00fccklich \u00fcber das aktuelle Verh\u00e4ltnis unserer beider B\u00fcnde bin und hoffe, dass dieses auch in den n\u00e4chsten Semestern aufrecht erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Wie kam es aber zu diesem guten Verh\u00e4ltnis?<\/p>\n<p>Mein erstes Aufeinandertreffen mit den Sudeten fand auf dem Burschentag 2012 in Eisenach statt. Wir sa\u00dfen gemeinsam vor dem Th\u00fcringer Hof und &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; tranken ein k\u00fchles Bier. Nach dem gemeinsamen Abend im ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten Beach-Club wurde leider unsere T\u00fcr aufgebrochen. Nein, verehrte Alte Herren der Sudetia, ich kann direkt Entwarnung geben, es waren nicht Ihre Bundesbr\u00fcder.. Aber gemeinsam machten wir uns an die Aufkl\u00e4rung des Falls. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass die Putzfrau zweifellos versucht hatte uns zu vergewaltigen. Als junger Fuchs war ich von dieser detektivischen Sp\u00fcrnase der Sudeten sofort beeindruckt und mir war ab diesem Zeitpunkt klar: &#8222;Wir sind auf einer Wellenl\u00e4nge.&#8220;<br \/>\nDies best\u00e4tigte sich nur wenige Wochen sp\u00e4ter bei einem gemeinsamen Couleurbesuch bei dem Corps Germania, der letztenendes bis 10 Uhr morgens ging.<br \/>\nUnd so war es selbstverst\u00e4ndlich, dass das Haus der Sudeten meine erste Anlaufstelle war, als ich selbst Bursch war. Und es wurde immer der Dreisatz verfolgt: schneller &#8211; mehr &#8211; l\u00e4nger! Ich muss gestehen, dass mit dem schneller klappt nicht immer und mehr und l\u00e4nger sind Wunschdenken, wenn es hei\u00dft: einer gegen alle! Aber nichts desto trotz hatte ich immer viel Spa\u00df und so kamen wir auch auf die Idee einer gemeinsamen Kneipe.<\/p>\n<p>Aber was ist eine gute Rede heutzutage ohne das Thema der DB? Ja wahrscheinlich wirklich eine gute Rede! Aber dennoch komme ich auch heute nicht darum, dieses Thema etwas mehr als nur peripher zu tangieren.<br \/>\nDoch ich m\u00f6chte hier gar nicht mit einer Ist-Analyse der DB anfangen, sondern vielmehr einen Punkt aufgreifen, der mir pers\u00f6nlich leider viel zu h\u00e4ufig unter den Teppich gekehrt wird.<\/p>\n<p>Immer wieder werden Burschenschaften generell als konservativ dargestellt und an den Rand der Gesellschaft gedr\u00e4ngt. Aber warum sollten wir damit leben und dies einfach so akzeptieren?<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach, sollten wir alle, egal ob DB oder nicht unser bestes tun, die burschenschaftlichen Werte in die Gesellschaft zu tragen und uns nicht st\u00e4ndig mit irgendwelchen internen Problemen besch\u00e4ftigen. Denn was n\u00fctzt es uns, wenn wir am Rande der Gesellschaft stehen? Die einzige Folge ist, dass wir &#8211; wie aktuell &#8211; Nachwuchsprobleme haben und ausgegrenzt werden. Wenn man mich fragt, leben wir aktuell im freisten Deutschland und Europa das es bisher gab. Und was ist unsere Reaktion darauf? Die Aussage, dass wir Burschenschafter kein Ziel mehr haben und die Akzeptanz dessen. Aber ist dem wirklich der Fall?<\/p>\n<p>Ich bin der Meinung, wir haben ein Ziel und einen Auftrag! Wir sollten die Demokratie und Freiheit verteidigen und dort wo Schulen und Parteien versagen, die politische Bildung vorantreiben. Als Beispiel sei hier angef\u00fchrt, dass seit einigen Jahren im Saarland die gesamte Schullaufbahn durchlaufen werden kann, ohne dass man das politische System der Bundesrepublik Deutschland lernt. An dieser Stelle m\u00fcssen wir ansetzen!<br \/>\nDar\u00fcber hinaus m\u00fcssen wir uns wieder in der Gesellschaft positionieren, in dem wir uns klar gegen extremistische Tendenzen abgrenzen, sowohl nach links als auch nach rechts. Es ist eigentlich traurig, dass dies noch erw\u00e4hnt werden muss, sollte es doch eigentlich jedem Burschenschafter klar sein, dass sowohl nationalsozialistische als auch kommunistische Tendenzen mit den burschenschaftlichen Werten unvereinbar sind.<br \/>\nIch bin mir jedoch bewusst, dass es in weiten Teilen Wunschdenken ist, jedoch denke ich, es gibt viele Szenarien die besser sind als die aktuelle Situation. In erster Linie sollten wir aufh\u00f6ren alles auf die DB auszurichten. Sondern uns aller Burschenschaften annehmen, denn nur gemeinsam sind wir stark. Auch bei Austritten schw\u00e4cht ein Nachtreten oder die nicht vorhandene Akzeptanz der jeweils andere Seiten alle Beteiligten.<br \/>\nWir m\u00fcssen uns auf die wirklich wichtigen Werte konzentrieren. Zeigen wir alle gemeinsam, dass wir f\u00fcr die Demokratie und Freiheit eintreten und nicht f\u00fcr Rassismus und Extremismus.<br \/>\nIch denke man hat im Laufe der Rede eventuell ein bisschen gemerkt, dass ich nicht unbedingt ein gro\u00dfer Freund der DB bin, aber auch nicht des allgemeinen Dachverbands-Denkens wie es aktuell gelebt wird. Sich gegenseitig zu verachten bringt uns nichts. Wir sind alle Burschenschafter! Und das \u00e4ndert sich auch nicht pl\u00f6tzlich, wenn ein Bund nach 100 Jahren Mitgliedschaft in der DB den Dachverband verl\u00e4sst!<br \/>\nBevor ich mich aber nun vollends auf die DB einschie\u00dfe, m\u00f6chte ich noch ein paar Worte an die jungen Bundes- und Verbandsbr\u00fcder richten, auch wenn ich selbst noch einer der j\u00fcngeren bin. Genie\u00dft die Aktivenzeit und kostet diese vollends aus. Denn etwas vergleichbares kann man sonst nirgendwo erleben. Ein Band, dass uns zu Freunden macht und das nicht nur f\u00fcr jetzt oder zwei Semester sondern f\u00fcr immer! Auch wenn man Probleme hat und alle untreu werden, so bleiben die Bundesbr\u00fcder doch treu und unterst\u00fctzen einen. Das Haus steht jedem Bundesbruder immer offen und wenn man als Alter Herr Gl\u00fcck hat, erlebt man gerade eine gesellige Runde unter Bundesbr\u00fcdern an der Theke.<\/p>\n<p>Und wenn ich irgendwann mal die Ehre habe auch Alter Herr zu sein, so wird mein Haus immer f\u00fcr Stauffen offen stehen! Es sei denn, es klappt doch nicht so ganz mit dem Studium, dann trinke ich gerne mit jedem ein Bier aus meinem Einkaufswagen unter der Isarbr\u00fccke. Aber das hoffen wir ja alle nicht, dass es dazu kommt!<\/p>\n<p>Wie es auch sein mag, werde ich auf diese Zeit zur\u00fcck blicken und wei\u00df, dies sind die Gef\u00e4hrten meiner Jugend, die Bilder besserer Zeit, die mich zu M\u00e4nnertugend und Liebestod geweiht.<br \/>\nIn diesem Sinne m\u00f6chte ich meine Rede schlie\u00dfen und hoffe, dass wir uns treu bleiben und hoffentlich in einigen Wochen zur Semesterantrittskneipe in \u00e4hnlich gro\u00dfer und lustiger Runde wiedersehen!<br \/>\nAbschlie\u00dfend w\u00fcnsche ich nat\u00fcrlich noch allen Studenten, die noch Klausuren vor sich haben viel Erfolg bei diesen und trinke gemeinsam auf einen sch\u00f6nen weiteren Verlauf dieser Kneipe!<\/p>\n<p>\u00a9\u00a0<em>Jan Scherer, Sprecher der Aktivitas<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte G\u00e4ste, sehr geehrte Verbandsbr\u00fcder der M\u00fcnchener Burschenschaft Sudetia, liebe Alte Herren, liebe Bundesbr\u00fcder, ein weiteres Semester neigt sich dem Ende entgegen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,97],"tags":[],"class_list":["post-325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kneipe","category-sprecherrede"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=325"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/325\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":353,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/325\/revisions\/353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mb-stauffia.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}